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So reinigt man den Gartenteich richtig

Herbst und Winter sind vorüber und viele Gartenbesitzer trifft schon nach dem ersten Blick auf ihren Teich der Schlag. Das Wasser ist grün, der Boden verschlammt und für die geliebten Zierfische sieht der Einzug in ihr Zuhause nicht sonderlich rosig aus. Hier muss nun mit harter Arbeit zu Werke gegangen werden, um all den Schmutz wieder zu entfernen. Doch diese Ansicht ist in vielen Fällen schlicht und ergreifend falsch. Oftmals gibt es einfache Lösungen und diese müssen nicht immer gleich mit Schwerstarbeit verbunden sein.

Tipps für die Reinigung eines Gartenteichs
Tipps für die Reinigung eines Gartenteichs

Vorbeugung ist das halbe Leben

Wie bei anderen Dingen auch, ist die Vorsorge der entscheidende Punkt. So muss es erst gar nicht zur Bildung von Schlamm am Grund kommen, wenn bereits kurz nach dem Herbst das ganze Laub aus dem Wasser entfernt wird. Dieses ist es nämlich, was auf den Grund sinkt, und dort langsam zu verfaulen beginnt. Wer sich die Reinigungsarbeit gleich ganz sparen möchte, der sollte schon vor dem Herbst ein Netz spannen, dass die ungeliebten Blätter aus dem Gewässer fernhält.

Auch sollte eine ordentliche Uferbegrenzung nicht fehlen. Einfache Maßnahmen wie ein Rand aus Steinen oder eine Bepflanzung mit Schilf, können schon das Eindringen von Dreck deutlich reduzieren. Dabei bedürfen diese Maßnahmen nur wenig Pflege und können bei Bedarf auch leicht wieder entfernt werden. Letztlich sollte noch darauf geachtet werden, dass eine gute Umwälzpumpe installiert ist, die unbedingt dann erforderlich wird, wenn im Gewässer auch Fische leben. All dies kann später langwieriges Reinigen unnötig machen.

Wasser sollte im Teich bleiben

So komisch es auch klingen mag, sollte das Wasser im Teich nur unter besonderen Umständen abgelassen werden. Etwa wenn die Algenblüte überhand nimmt, kann dazu geraten werden, denn ein effektives Reinigen ist dann meist nicht mehr möglich.

Unter den meisten anderen Bedingungen ist das Entfernen des Wassers aber keine gute Idee. Im Teich hat sich im Laufe der Zeit ein eigenes Mikro-Universum gebildet. Bakterien, Pflanzen und Pilze arbeiten hier auf einmalige Weise zusammen, sodass sich das System des Teiches in der Regel vollständig selbst im Gleichgewicht hält. Wer nun effektiv verhindert, dass Laub oder anderer Schmutz in das Gewässer eindringt, der muss im Grunde niemals das Wasser ablasen und wird lange Zeit Freude an seinem Gartenteich haben. Übrigens tut dies auch eventuellen Zuchtfischen besonders gut, denn sie leben dann in einem aktiven Gewässer und nicht in einer sterilen Umgebung.

Wer aufs Ganze gehen will

Selbst wen Pflanzen wie Seerosen viele Wurzeln gebildet haben, muss das Wasser nicht aus dem Teich entfernt werden. Hier reicht es, wenn das Wasser zu einem Drittel entfernt wird. Nun können die Pflanzen aus dem Wasser genommen und eingekürzt werden. Auch lässt sich bei dieser Gelegenheit das Wurzelgeflecht vollständig entfernen.

Wer aber tatsächlich seinen Teich vollständig reinigen will, der kommt natürlich nicht darum herum, dass Wasser endgültig zu entfernen. Hierzu sollte ein Industriesauger für solche Zwecke angeschafft werden, denn dieser erledigt die Aufgabe innerhalb von Minuten. Das Wasser kann in der Regel in die Kanalisation eingeleitet werden, sofern im Garten kein chemischer Dünger oder Pestizide eingesetzt wurden. Dabei müssen unbedingt kleinste Lebewesen gerettet werden, denn diese können auch in das Wasser zurückgesetzt werden. Besonders wichtig ist, dass der Schlamm am Grund erst nach etwa zwei Stunden entfernt wird, denn in ihm sind unzählige Lebewesen beheimatet, die sich in dieser Zeitspanne aber zurückziehen.


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